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Programm

März 2010

 
Wortlos

Do 4.3. und Fr 5.3., 21h

Neues aus Schweizer Filmschulen

CH, 95 Minuten

SCHNEESCHICHT von Marco Theus, LU 2009, 8', Schweizerdeutsch
Schneebedeckte Berge. Am Tag bevölkern die Skifahrer die Hänge, in der Nacht bearbeiten die Pistenarbeiter das Schneeparadies. Geräusche werden absorbiert und verfremdet - sie treffen auf eine weisse Welt, die den Betrachter in seinen Bann zieht.
NID HEI CHO von Thaïs Odermatt, LU 2009, 17', Schweizerdeutsch
Nur mit der Luftseilbahn erreicht man einen Ort in der Innerschweiz, der voll Geschichten ist. Anna spricht über ihren Mann und seine Leidenschaft – das Wildern. Toni, der Nachbar, erläutert die Ereignisse aus seiner Sicht. Die Stimmen vereinen sich zu einem "Dialog" und vermitteln einen Eindruck von Spannungen und Ängsten, von Unglück und Trauer, denen die Familien von Wilderern ausgeliefert sind.
DIE ANDERE SEITE von Kevin Graber, LU 2009, 19', Schweizerdeutsch
Gibt es ein Leben nach dem Tod? Der Film DIE ANDERE SEITE geht der ältesten Frage der Menschheit auf die Spur. Willi Schnetzer, Davor Baggio und Wolfgang Eisenbeiss erzählen über ihre Erfahrungen und Einsichten. Ihre Hintergründe sind unterschiedlich, gemeinsam ist ihnen jedoch die feste Überzeugung, dass das Leben nach dem Tod weitergeht.
DER MANN, DER NICHTS WOLLTE von Lorenz Suter, ZH, 20', Schweizerdeutsch
Der Mann und die Freundin leben in einer losen Beziehung. Er führt ein monotones Leben in Abgeschiedenheit. Sie verbringt ihre Tage als Medizin-Praktikantin und hat sich zum Schlafen in der kargen Einzimmerwohnung des Mannes eingenistet. Nachts verbringen die beiden ihre gemeinsame Zeit harmonisch, bis sie das Bedürfnis nach echter Nähe entwickelt.
LOST OR FOUND von Iliana Estañol, ZH, 31', Deutsch, Spanisch
Pablo ist ein Sans Papier aus Mexiko, der illegal in einem Laden in Zürich arbeitet und lebt. Er will Menschen kennen lernen und ein normales Leben führen. Nina hat ihr Gedächtnis verloren. Um ihre eigene Identität wiederzufinden, stiehlt sie Koffer von anderen Frauen und übernimmt deren Persönlichkeit. Luca ist ein melancholischer Möchtegern-Superheld. Er versucht, jedermann zu helfen und produziert dabei nur Chaos.
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Do 11.3. und Fr 12.3., 21h

L'enfant sauvage

Von François Truffaut, F 1970, 83 Minuten, F/d
Mit J.-P. Cargol, F. Truffaut, F. Seigner

Die Geschichte eines 1798 im Wald von Aveyron gefangenen Wolfsjungen, Victor de l'Aveyron, hat Doktor Jean Itard ein paar Jahre später festgehalten. Truffauts Film bedient sich dieses authentischen Zeugnisses und lässt im Off die Kommentare Dr. Itards zitieren. Der sensibel beobachtende Film ist ein eindringliches Plädoyer für eine einfühlsame, humane Pädagogik; auch und gerade deshalb, weil Itard hinter dem Schweigen und der Unfähigkeit Victors stets seine eigenen pädagogischen Fehler erkennt. Die Fürsorge und Geduld, die der Arzt und seine Haushälterin aufbringen, machen aus dem verwilderten und taubstummen Kind ein menschliches Wesen - ausgestattet mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitsgefühl. Der Junge wird zwar niemals richtig sprechen können, dafür aber aufrecht gehen, essen und trinken, lesen, vor allem aber seine persönlichen Gefühle ausdrücken und somit zu einem Teil der menschlichen Gesellschaft werden. (Metzler)
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Sa 13.3., 22h

Özgür Erkök: Videos / Konzert / Performance

Tak topuk – tak heel, 05:21, 2006
Tak topuk / performance – tak heel performance, 03:12, 2007
Balkon – balcony, 00:54, 2008
Hiper gecer – hyper passer, 01:22, 2009
5 saat – 5 hours, 05:27, 2008
Papyon – bow tie, 00:56, 2006

Der Istanbuler Künstler Özgür Erkök ist dieses Frühjahr als Gaststipendiat von Pro Helvetia und IAAB in Basel. Die Performance im Neuen Kino ist Teil seines Projektes "The Concert Tour: Otozit-Parazit".
www.myspace.com/sesperisi
ozgurerkok.blogspot.com
hazavuzu.blogspot.com
www.myspace.com/hazavuzu
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Do 18.3. und Fr 19.3., 21h

Die grosse Stille - Le grand Silence

Von Philip Gröning, D/CH 2005, 168 Minuten, F/df

Die Grande Chartreuse, das Mutterkloster des legendären Karthäuserordens, liegt in den Französischen Alpen. Der erste Film, der jemals über das Leben hinter den Klostermauern gedreht wurde, ist eine sehr strenge, fast stumme Meditation über das Klosterleben in sehr reiner Form. Keine Musik, bis auf die Gesänge der Mönche, keine Interviews, keine Kommentare, kein zusätzliches Material. Nur der Lauf der Zeit, der Wechsel der Jahreszeiten und das sich stetig wiederholende Element des Tages: Das Gebet. Ein Film über Bewusstsein, über absolute Präsenz - und über Menschen, die ihre Lebenszeit in aller Klarheit Gott gewidmet haben. Kontemplation. (artfilm.ch)
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Do 25.3. und Fr 26.3., 21h

Juha

Von Aki Kaurismäki, Finnland 1998, 75 Minuten, Fin/df
Mit S. Kousmanen, K. Outinen

Bescheiden und zufrieden leben der ältere Juha und die junge Marja in ihrer bäuerlichen Welt. Eines Tages taucht Shemeikka auf, in den Marja sich verliebt. Sie verlässt Juha und geht mit Shemeikka in die Stadt. Dort erweist dieser sich als Zuhälter, der Marja zur Prostitution zwingen will. Sie weigert sich und muss als Putzfrau im Bordell arbeiten. Nach einer Zeit der Einsamkeit macht sich Juha auf, sich an Shemeikka zu rächen. Als Stummfilm in Schwarzweiss hat Kaurismäki dieses einfache Melodram inszeniert. Unterstützt durch die Musik, sucht der Film sein eigenes Geheimnis zu wahren: Das Sehen des Bekannten auf fremde Weise. Und es ist der Mythos von der Vertreibung aus dem Paradies der Unschuld, aus dem die Dramatik der Gefühle erwächst. Liebe und Hass, Verführung und Rache, Mord und Totschlag (GEP)
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