Programm
Sommer 2010
Silo-Open-Air
Open-Air-Kino auf der Aussichtsterrasse des Bernoulli-Silos (Hafenstr. 7)
Platzreservationen können nur am Vorführdatum zwischen 17:00h und 18:30h gemacht werden (Tel. 078 679 20 97, SMS und Nachrichten auf der Combox werden ignoriert!).
Wegen beschränkter Platzzahl werden pro Anruf höchstens zwei Tickets vergeben.
Die Kasse ist ab 20:00h geöffnet, nicht bezahlte und abgeholte Reservationen werden dort ab 21:00h vergeben.
Die Filme beginnen nach Anbruch der Dunkelheit (ca. 21:30h).
Es besteht absolutes Rauchverbot im und auf dem Silo (Explosionsgefahr).
Warme Kleidung ist auch an den heissesten Sommertagen zu empfehlen.
Bei schlechter Witterung zeigen wir die Filme um 21:30h im neuen kino an der Klybeckstr. 247.
Infotelefon bei unsicherer Witterung: 077 421 98 49 (ab 19:30h).
Platzreservationen können nur am Vorführdatum zwischen 17:00h und 18:30h gemacht werden (Tel. 078 679 20 97, SMS und Nachrichten auf der Combox werden ignoriert!).
Wegen beschränkter Platzzahl werden pro Anruf höchstens zwei Tickets vergeben.
Die Kasse ist ab 20:00h geöffnet, nicht bezahlte und abgeholte Reservationen werden dort ab 21:00h vergeben.
Die Filme beginnen nach Anbruch der Dunkelheit (ca. 21:30h).
Es besteht absolutes Rauchverbot im und auf dem Silo (Explosionsgefahr).
Warme Kleidung ist auch an den heissesten Sommertagen zu empfehlen.
Bei schlechter Witterung zeigen wir die Filme um 21:30h im neuen kino an der Klybeckstr. 247.
Infotelefon bei unsicherer Witterung: 077 421 98 49 (ab 19:30h).
Mi 7.7.
The Puppetmaster - Xi meng ren sheng
Von Hou Hsiao-hsien, TW 1990, 142 Minuten, OmU
Mit Tianlu Li, Giong Lim, Ming Hwa Bai
Ein ganzes Jahrhundert Geschichte spiegelt Hou Hsiao-hsien am Leben des berühmten Puppenspielers Li Tien Lu. Geboren am Vorabend des Ersten Weltkriegs, durchlebte dieser die japanische Besetzung und die US-Bombardements. Mit 84 Jahren fasste Li Tien Lu die Ereignisse seines Lebens zusammen und denkt über die Mächte nach, die sein bewegtes Leben geformt haben. Als Puppenspieler reiste er jahrzehntelang durchs Land und spiegelte in seinen Stücken stets das aktuelle Geschehen wider. Hou Hsiao-hsien ist ein Meister der Fixeinstellungen; in der Konsequenz vergleichbar mit dem Japaner Yasujiro Ozu. (Zeughauskino Berlin)
↑ Zum Seitenanfang ↑Do 8.7.
Wildwechsel
Von Rainer Werner Fassbinder, BRD 1972, 102 Minuten, D
Mit Eva Mattes, Harry Baer, Hanna Schygulla
Nach dem Theaterstück von Franz Xaver Kroetz
Hanni (Eva Mattes) ist erst 13, aber frühreif. Ihr Franz (Harry Baer) ist 19 und Hilfsarbeiter. Sein Verhältnis zu der Minderjährigen bleibt nicht unentdeckt. Er muss dafür sechs Monate ins Gefängnis. Wegen guter Führung wird er zwar vorzeitig entlassen, aber heimlich treffen sie sich immer wieder. Hannis Vater droht mit Polizei und Totschlag, «falls da wieder etwas vorkommt», und für eine Heirat mit «diesem Kerl» sei ihm seine Tochter viel zu schade. Als ein Kind unterwegs ist, weiss Hanni nur einen Ausweg: Sie drückt dem Franz eine Waffe in die Hand. Gemeinsam bringen sie den Vater um. (Fassbinder Foundation)
↑ Zum Seitenanfang ↑Hanni (Eva Mattes) ist erst 13, aber frühreif. Ihr Franz (Harry Baer) ist 19 und Hilfsarbeiter. Sein Verhältnis zu der Minderjährigen bleibt nicht unentdeckt. Er muss dafür sechs Monate ins Gefängnis. Wegen guter Führung wird er zwar vorzeitig entlassen, aber heimlich treffen sie sich immer wieder. Hannis Vater droht mit Polizei und Totschlag, «falls da wieder etwas vorkommt», und für eine Heirat mit «diesem Kerl» sei ihm seine Tochter viel zu schade. Als ein Kind unterwegs ist, weiss Hanni nur einen Ausweg: Sie drückt dem Franz eine Waffe in die Hand. Gemeinsam bringen sie den Vater um. (Fassbinder Foundation)
Fr 9.7.
Der Klient - The Client
Von Joel Schumacher, USA 1994, 119 Minuten, D
Mit Susan Sarandon, Tommy Lee Jones, Brad Renfro
Der elfjährige Mark Sway (Brad Renfro) und sein jüngerer Bruder Ricky beobachten beim heimlichen Rauchen im Wald, wie sich der Mafia-Anwalt Romey Clifford in seinem Wagen umbringen will. Mark versucht ihn daran zu hindern und erfährt so von der Ermordung eines Senators und vom Versteck der prominenten Leiche – eine Information, die ihn schon bald in Lebensgefahr bringen soll. Der Elfjährige schweigt jedoch eisern und wendet sich eigenmächtig an die mitfühlende Anwältin Reggie Love (Susan Sarandon). Brad Renfro wurde 1995 für seine Leistung mit dem Young Artist Award ausgezeichnet. (Xenix Zürich)
↑ Zum Seitenanfang ↑Mi 14.7.
La Notte
Von Michelangelo Antonioni, Italien 1961, 122 Minuten, Idf
Mit Marcello Mastroianni, Jeanne Moreau, Monika Vitti, Bernhard Wicki
Der Schriftsteller Giovanni (Marcello Mastroianni) und seine Frau Lidia (Jeanne Moreau) haben sich im Laufe der Zeit auseinander gelebt. An zwei Abenden begleitet Antonioni das Paar: Sie besuchen einen sterbenskranken Freund und einen Verlagsempfang anlässlich des neuen Romans von Giovanni; sie spazieren durch die Strassen Mailands und sind auf eine weitere Party geladen. Dort findet eine Begegnung mit Valentina (Monica Vitti), der Tochter eines Industriellen, statt. Während sich Giovanni von der dunkelhaarigen Valentina angezogen fühlt, erkennt Lidia in der Spiegelung mit der jungen Kontrahentin den unwiderruflichen Verlust ihrer Liebe. (Xenix Zürich)
↑ Zum Seitenanfang ↑Do 15.7.
Easy Rider
Von Dennis Hopper, USA 1969, 96 Minuten, Edf
Mit Peter Fonda, Dennis Hopper, Jack Nicholson
Nach einem lukrativen Drogendeal machen sich zwei Freaks mit ihren Motorrädern auf, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu erfahren und ihre (finanzielle) Unabhängigkeit zu geniessen. Der Weg von Los Angeles nach New Orleans wird zur höllischen Reise durch ein ländliches, mythenträchtiges, unberechenbares Amerika, das sich vor nichts mehr zu fürchten scheint als vor der wahren Freiheit, wie sie von Wyatt (Peter Fonda) und Billy (Dennis Hopper) mit ihren Langhaarfrisuren und umgebauten Harleys verkörpert wird. – Und wer, bitte schön, ausser Peter Fonda benützt Handschuhe für den Reifenwechsel? (Xenix Zürich)
↑ Zum Seitenanfang ↑Fr 16.7.
Sex, Lügen und Video - Sex, Lies and Videotape
Von Steven Soderbergh, USA 1989, 101 Minuten, D
Mit James Spader, Andie McDowell, Peter Gallagher
Steven Soderberghs bemerkenswerter Erstling ist der subtilen Analyse einer äusserlich intakten Yuppie-Ehe gewidmet, deren Verlogenheit durch den Besuch eines alten Schulfreundes unverhofft zutage tritt und die schliesslich an der mangelnden Offenheit sowie an einem Verhältnis des Mannes zur Schwester der Frau scheitert. Mit seiner ebenso freimütigen wie witzigen Auseinandersetzung mit Sexualität und Partnerschaft ist Soderbergh nicht nur ein Stück aufregend gefilmtes Kino gelungen, sondern auch eine prägnante Studie der modernen zwischenmenschlichen Entfremdung und damit ein eindrückliches Zeitbild des zu Ende gehenden Jahrzehnts. (Xenix Zürich)
↑ Zum Seitenanfang ↑Mi 21.7.
A Comme Adrienne
Von Boris Lehman, BE 2000, 115 Minuten, OmU
Dieser Film ist ein Geschenk an Adrienne, eine ungewöhnliche Frau von 77 Jahren. «Eines Abends hatte sie mich zum Essen eingeladen. Nach der Mahlzeit erzählte sie mir ein persisches Märchen. Ich sagte, dass ich sie gerne in der darauf folgenden Woche filmen würde. Dann hatte ich den Wunsch, ihr ein filmisches Porträt zu widmen: Adrienne von A bis Z. Es wurde im Sommer 1999 in wenigen Tagen gedreht. Der Film hätte auch ’Mein Leben – ein Märchen’ heissen können. Er besteht aus sieben Lektionen und einigen Abschweifungen: 1. Schwimmen. 2. Autofahren. 3. Kochen. 4. Nähen. 5. Botanik. 6. Savoir-vivre. 7. Film.» (Boris Lehman)
↑ Zum Seitenanfang ↑Do 22.7.
Good Men, Good Women - Hao nan hao nu
Von Hou Hsiao-hsien, TW 1995, 108 Minuten, OmU
Mit Annie Shizuka Inoh, Giong Lim, Jack Kao
In «Hao nan hao nu» lebt Liang Ching, eine junge Frau, in der modernen taiwanesischen Hauptstadt Taipeh. Ihr Alltag ist geprägt von Sehnsucht und Einsamkeit, von Lebenshunger und Verletzlichkeit. Während ein anonymer Anrufer sie immer wieder mit gefaxten Seiten ihres gestohlenen Tagebuchs konfrontiert, durchdringen im wesentlichen drei Erlebniskreise ihre Gedanken: die Gegenwart, in der sie sich auf ihre Rolle in einem Film vorbereitet; die Geschichte dieses Films selbst, die vom Kampf und Widerstand im China der Vierziger- und Fünfzigerjahre handelt; schliesslich die nahe Vergangenheit, in der sie ihren Freund gewaltsam verloren hat. (Zeughauskino Berlin)
↑ Zum Seitenanfang ↑Fr 23.7.
Maboroshi no hikari
Von Hirokazu Kore-eda, JP 1995, 110 Minuten, OmU
Mit Makiku Esumi, Takashi Naito, Tadanobu Asano
Yumiko, eine 25-jährige Frau aus Osaka, heiratet mit Ikuo jenen Mann, den sie als Reinkarnation ihrer Grossmutter wahrnimmt. Sie war gerade zwölf Jahre alt, als diese sich zum Sterben an den Ort ihrer Kindheit aufmachte, und Yumiko sie nicht aufhalten konnte. Zusammen mit Ikuo hat sie einen Sohn, der gerade drei Monate alt ist, als gemeldet wird, dass der Vater sich unter einen Vorortszug gestürzt hätte. Über die Vermittlung einer Nachbarin findet Yumiko fünf Jahre später einen anderen Mann, der seinerseits die Frau verloren hat und mit seiner kleinen Tochter in jenem Fischerdorf am Meer lebt. (Trigon)
↑ Zum Seitenanfang ↑Mi 28.7.
Fish and Elephant - Jin Nian Xia Tian
Von Li Yu, CN 2001, 96 Minuten, OmU
Mit Pan Yi, Shi Tau, Zhang Qianqian
Fish and Elephant ist der erste in China gedrehte Film über die emotionale und sexuelle Beziehung zwischen zwei Frauen. Die Geschichte spielt im heutigen China und handelt von Xiao Qun und von Xiao Ling, die sich beide nach einer glücklichen Beziehung sehnen. Xiao Qun arbeitet als Elefantenwärterin im Zoo; Xiao Ling hat ein kleines Bekleidungsgeschäft. Die beiden lernen sich kennen und verlieben sich ineinander. Als Xiao Quns Mutter bei ihrer Tochter einzieht, wird das Leben der beiden frisch Verliebten ziemlich beeinträchtigt. Xiao Quns Mutter möchte unbedingt, dass ihre Tochter endlich heiratet. (Der Standard)
↑ Zum Seitenanfang ↑Do 29.7.
Al-lail
Von Mohammed Malas, SY 1990, 116 Minuten, Arabisch/df
Mit Nizar Abou Ajar, Hazar Awad, Ghassan Azeb
In den Ruinen von Kuneitra, das von den Israelis nach der Besatzung im Jahr 1976 zerstört wurde, liegt das Grab eines Kämpfers für ein freies Palästina. Sein Sohn rekonstruiert das Mosaik der verworrenen Erinnerungen seiner Mutter und seiner eigenen Kindheitserlebnisse. Im Jahr 1936 macht sich der Vater auf den Weg nach Palästina, um an der Revolution teilzunehmen. Auf dem Rückweg fesselte ihn die Atmosphäre von Kuneitra. Er beschloss, dort zu bleiben und heiratete. Er gab nicht auf und ging 1948 mit der Rettungsarmee nach Palästina zurück. Nach dem Krieg begab er sich nach Kuneitra zurück. Noch von Idealen und Träumen erfüllt, wurde der Vater zum ersten Mal von einem Polizisten gedemütigt und starb letztlich an seiner Wut. Der Sohn erbte seine Bitterkeit der Demütigungen und die Schwere der Hoffnung. (OKAZ)
↑ Zum Seitenanfang ↑Fr 30.7.
Das Leben ist eine Baustelle
Von Wolfgang Becker, D 1997, 115 Minuten, D
Mit Jürgen Vogel, Christiane Paul, Ricky Tomlinson
Als Jan durch Berlin schlendert, trifft er auf eine junge Frau, die von zwei Männern verfolgt wird. Er hilft der Unbekannten und streckt die beiden Männer nieder. Pech, handelt es sich um Zivilbeamte. Die Nacht muss Jan im Gefängnis verbringen, zusätzlich bekommt er eine hohe Geldstrafe aufgebrummt und verliert, weil er nicht am Arbeitsplatz erscheint, auch noch seinen Job auf dem Schlachthof. Nur Jenni, die kleine Tochter seiner Schwester, ist jetzt noch ein Lichtblick für ihn. Bis er zufällig der jungen Frau wieder begegnet, die er vor ihren Verfolgern schützen wollte. Plötzlich kommt wieder Farbe in sein Leben, er stolpert in eine verrückte Liebesgeschichte. (Film-Dienst)
↑ Zum Seitenanfang ↑Mi 4.8.
Manzan Benigaki
Von Ogawa Shinsuke, Peng Xiaolian, JP 1984/2001, 90 Minuten, OmU
Aufbauend auf Originalaufnahmen und Schnittanweisungen von Ogawa Shinsuke drehte die chinesische Regisseurin Peng Xiaolian zusätzliches Material und vollendete einen Film, der farbenprächtig und doch elegant den Zubereitungsprozess der roten Kaminoyama-Persimone (Kakipflaume) beschreibt. Teil des Films sind ausserdem faszinierende Porträts von Menschen, die Gerätschaften zum Anbau und zur Verarbeitung der Früchte entworfen haben, sowie die Erzählungen einer älteren Dame, die einen Kakipflaumen-Vertrieb leitet. Dieser umfassende Einblick bringt uns die Welt dieser kleinen, auf seltsame Weise charmanten Frucht und der Menschen, die im Gebiet von Kaminoyama leben, näher. (Der Standard)
↑ Zum Seitenanfang ↑Do 5.8.
RR - Railroad
Von James Benning, USA 2007, 111 Minuten, OV
RR – Railroad besteht aus 43 Aufnahmen unterschiedlicher Güterzüge in den USA. Die Länge der einzelnen Einstellungen richtet sich nach der Zeit, die der jeweilige Zug benötigt, um das Filmbild zu durchqueren. Benning inszeniert überwältigende Landschaftspanoramen und spielt in jeder fixen Einstellung mit visuellen Reizen, die durch den permanenten Wechsel zwischen Enthüllung und Kaschierung des Raums hervorgerufen werden. Auch in diesem Film gelingt es ihm, die Bilder des Films mit der geografischen, sozialen und politischen Geschichte der USA in Verbindung zu bringen. (Filmmuseum Wien)
↑ Zum Seitenanfang ↑Fr 6.8.
Gremlins
Von Joe Dante, USA 1984, 106 Minuten, Edf
Mit Hoyt Axton, John Louie, Keye Luke
Der Vertreter Randall Peltzer aus Kingston Falls kauft von einem Händler in Chinatown den Mogwai Gizmo. Dabei handelt es sich um ein kleines Tier, das mit Fell bedeckt ist und singen kann. Der Händler gibt Peltzer drei Regeln mit auf den Weg: Mogwai nie dem Sonnenlicht aussetzen. Mogwai nicht nass werden lassen. Mogwai nicht nach Mitternacht fressen lassen. Zu Weihnachten schenkt er das Tier seinem Sohn Billy und kurz darauf passiert das erste Missgeschick. Gizmo wird nass... Eine boshaft-hintersinnige Horror-Farce über die Ambivalenz des Wunderbaren und die Kehrseite des technischen Fortschritts und der modernen Konsumgesellschaft. (Lexikon des internationalen Films)
↑ Zum Seitenanfang ↑Um 21:00 im neuen kino, Klybeckstr. 247
Mi 25.8.
Luv oder Lee oder Wer war gestern mit dem Deckschrubben dran?
80 Minuten
Die selbstorganisierte Filmschule «FilmArche» Berlin lädt zu einem überraschenden Abend mit aktuellen Filmen ein. Die Studierenden gründeten nicht nur die Schule, hauchen ihr seit fast sieben Jahren durch grosses Engagement ein vielfältiges Leben ein und unterrichten einander, sondern schaffen es immer wieder, mit wenigen Mitteln und kleinem Budget bemerkenswerte Filme zu produzieren.
Kurze fantastische, amüsante, genau betrachtende, sensible, verquere und sperrige Perlen von Bord der «FilmArche» werden in einem ca. 80-minütigen Kurzfilm-Programm präsentiert. filmarche.de
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