Mai 2026
Dogs - Hunde im Film
Der Hund ist der älteste Freund des Menschen, vor allen anderen Haus- und Nutztieren.
Wir lieben Hunde und sie lieben uns mehr als sich selbst.
Im Mai zeigt das neue kino Hunde im Film und Filme (auch) mit Hunden.Fr 8.5., 20h30
Adieu au langage
Von Jean-Luc Godard, F 2014, 70 Minuten, OV/d
Zusammenfassung
eine einfache Handlung
eine verheiratete Frau und ein freier Mann begegnen sich
sie lieben sich, streiten sich, ein Schlag ergibt den anderen
ein Hund streicht zwischen Stadt und Land herum
die Jahreszeiten ziehen vorbei
der Mann und die Frau finden sich wieder
der Hund findet sich zwischen ihnen
der Andere ist in dem Einen
der Eine ist in dem Anderen
und das sind die drei Protagonisten
der Exmann bringt alles zum Explodieren
ein zweiter Film beginnt
derselbe wie der erste
und doch nicht
von der menschlichen Gattung geht es über zu Metaphern
enden wird es mit Bellen und Babygeschrei
jean-luc godard
Es ist ein unreiner, ein frecher, ein melancholischer Film: einer, den man (mehrmals) gesehen haben sollte. Dominik Kamalzadeh, Der Standard
Fr 8.5., 22h15 - ciné sonderbar präsentiert
Doggiewoggiez! Poochiewoochiez!
Von Everything Is Terrible!, USA 2012, 55 Minuten, Engl.
Das Kunst-Kollektiv «Everything Is Terrible!» – unser bester Freund, wenn es ums Auffinden, Zerstückeln und Assemblieren campiger VHS-Clips geht – präsentiert ein kläffendes Remake von Jodorowskys «The Holy Mountain»: Bestehend ausschliesslich aus einem nicht enden wollenden Reigen von Hunde-Found-Footage! Ein lefzenerweiterndes Delirium, Wauwau-Wow! Nehmt euer Robidog-Säckli mit – es gibt viel aufzulesen.
So 10.5., 18h30 - Wieder im Programm! Freier Eintritt/Kollekte.
No Other Land
Von Yuval Abraham+Basel Adra, Palästina/Norwegen 2024, 95 Minuten, Arabisch/deutsche+französiche Untertitel
Die Filmpremiere an der Berlinale hat in den deutschen Medien einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Weshalb? In Masafer Yatta, einem Gebiet südlich der Stadt Hebron im besetzten Palästina, wehrt sich eine Gruppe, die sich «Youth of Sumud» nennt, mit gewaltfreien Mitteln gegen die andauernde Enteignung von Land und der ethnischen Säuberung des Gebiets zugunsten jüdischer Siedlungen samt Truppenübungsplatz der israelischen Armee. Aus der Zusammenarbeit des israelischen Friedensaktivisten Yuval Abraham und dem Palästinenser Basel Adra ist ein Film entstanden, der den stetigen Kampf gegen gewalttätige Siedler und die israelische Armee dokumentiert. Es ist die wahre Geschichte zweier Freunde, welche in diesen Tagen die politischen Eliten und ihre eingebetteten Berichterstatter in Rage bringt. Sehenswert, gerade deshalb!
Di 12.5., 19h30 - Basel4Palestine lädt ein
Qui vit encore
Von Nicolas Wadimoff, Frankreich/Schweiz/Palästina 2025, 114 Minuten, OV/d
Neun Menschen malen auf einer Bühne die Umrisse des Gazastreifens auf den Boden. Der Älteste, Jawdat Khoudary, ist 62 Jahre alt, die Jüngste, Ghada Al Masri, 14. Innerhalb der Markierung malen sie dann je ein Viereck, welches die ungefähre Lage ihres Herkunftsortes im Gazastreifen markiert. Und dann erzählen sie, eine nach dem anderen, wie sie dort gelebt haben, wie die Hölle des Krieges über sie hereinbrach, und wie sie die Flucht nach Ägypten schafften, bevor die israelische Armee im Mai 2024 den Grenzübergang bei Rafah dichtmachte.
QUI VIT ENCORE ist ein Film wie kein anderer: intim, menschlich und universell. Er erzählt die Geschichte von Gaza durch diejenigen, die seine Zukunft aufbauten: Unternehmerinnen und Unternehmer, ein Musiker, eine Ärztin und eine Influencerin. Durch ihre Augen entdecken wir eine Realität, die auf der Leinwand nur selten gezeigt wird, fernab der Bilder aus den Nachrichten, geprägt von Widerstandskraft, Kreativität und Hoffnung.
Do 14.5. und Fr 15.5., 20h30
Dreaming Dogs
Von Elsa Kremser+Levin Peter, AT/DE 2024, 77 Minuten, OmU
Ein Rudel von Streunern - sieben Hunde und eine Frau - lebt in den Schatten der Stadt Moskau. Vor den totalitären Behörden verborgen, teilen zwei Spezies ihre Existenz am Rande des Verschwindens. Sie streunen in ständiger Unruhe durch eine wilde Landschaft, wo die Stadt in die Brüche geht. Aus der Perspektive der Tiere gedreht, beginnen die Muster von gegenseitiger Abhängigkeit und Zähmung zu zerfliessen. Viennale
Do 21.5. und Fr 22.5., 20h30
Heart of a Dog
Von Laurie Anderson, USA 2015, 75 Minuten, OV/d
Laurie Anderson ist Musikerin, Performanceartistin, Schriftstellerin, Malerin und eine höchst originelle Filmemacherin. HEART OF A DOG ist im Grunde die Geschichte ihres treuen Hundes Lolabelle. Zugleich aber ist Lolabelle ein Bild der Welt: Er ist das Lebendige schlechthin, die Erinnerung, die Gegenwart, das Glück und der Verlust. Gemischt werden Andersons Musik, Super-8-Aufnahmen aus ihrer Kindheit, Dokumentarisches und Fiktives, Animation und Stimme. Und wer es ahnen mag, spürt, wie sie von jenem Menschen erzählt, den sie vor nicht allzu langer Zeit verloren hat, ihren Mann Lou Reed: «Every lovestory is a ghoststory.» Viennale