Programm | neues kino Basel  NEU: Unsere gescannten Plakate/Fliers in der Plakatsammlung 


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Grafik: Bosco Ferreira

Oktober 2026
Doppelgänger

Seit jeher verbinden wir unsere Identität sehr stark mit unserem Aussehen. Es ist die äusserliche Zurschaustellung unserer Einzigartigkeit. Was aber, wenn wir gar nicht so einzigartig sind, wie wir dachten, sondern doppelt oder mehrfach existieren? Sei dies als biologischer Zwilling oder Klon, als Imitator, der scheinbar mühelos in unsere Haut schlüpfen kann, oder als unerklärliche übernatürliche Erscheinung? Das Doppelgängermotiv hat seit jeher die Phantasie von Schriftstellern, Künstlern und später auch Filmemachern angeregt. Gerade für Schauspielerinnen und Schauspieler ist es auch reizvoll, total unterschiedliche Persönlichkeitsfacetten in einer Doppelrolle ausleben zu können. Aus dem reichen Fundus von Doppelgängerfilmen zeigen wir eine kleine Auswahl, die andeutet auf wie viele verschiedene Arten dieses Thema ausgeschöpft werden kann.
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So 18.10., 18h30 - Wieder im Programm! Freier Eintritt/Kollekte.
No Other Land
Von Yuval Abraham+Basel Adra, Palästina/Norwegen 2024, 95 Minuten, Arabisch/deutsche+französiche Untertitel
Die Filmpremiere an der Berlinale hat in den deutschen Medien einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Weshalb? In Masafer Yatta, einem Gebiet südlich der Stadt Hebron im besetzten Palästina, wehrt sich eine Gruppe, die sich «Youth of Sumud» nennt, mit gewaltfreien Mitteln gegen die andauernde Enteignung von Land und der ethnischen Säuberung des Gebiets zugunsten jüdischer Siedlungen samt Truppenübungsplatz der israelischen Armee. Aus der Zusammenarbeit des israelischen Friedensaktivisten Yuval Abraham und dem Palästinenser Basel Adra ist ein Film entstanden, der den stetigen Kampf gegen gewalttätige Siedler und die israelische Armee dokumentiert. Es ist die wahre Geschichte zweier Freunde, welche in diesen Tagen die politischen Eliten und ihre eingebetteten Berichterstatter in Rage bringt. Sehenswert, gerade deshalb!
Do 22.10. und Fr 23.10., 20h30
Dead Ringers
Von David Cronenberg, Kanada/USA 1988, 115 Minuten, English/d
Nichts scheint die erfolgsverwöhnten Zwillingsbrüder Elliot und Beverly Mantle trennen zu können. Sie teilen sich von der lukrativen Arztpraxis bis zu ihren Geliebten alles. Doch in Wahrheit sind beide weit unterschiedlicher als der erste Eindruck vermuten lässt. Elliott ist der extrovertiertere, der die Forschungsarbeiten Beverlys zu seinem Vorteil ausnutzt und dem eher introvertierten Bruder sogar seine Freundinnen überlässt. Diese ahnen aufgrund der Ähnlichkeit nichts von dem Rollentausch. Eine Symbiose, wie sie stärker und verhängnisvoller nicht sein könnte. Als sich die Zwillinge mit der attraktiven Schauspielerin Claire einlassen, droht das fragile Arrangement der Beiden zu kippen, denn zum ersten Mal steht jemand zwischen ihnen ... (filmstarts.de)
Jeremy Irons brilliert hier in der Doppelrolle der so ähnlichen und doch so verschiedenen Zwillingsbrüder. Technisch trotz in den 80er-Jahren noch nicht vorhandener Computertricks brillant umgesetzt, fasziniert das Zusammenspiel mit sich selbst auch noch heute. Und natürlich gehört bei Regisseur David Cronenberg das Hinabsteigen in die Abgründe der Psyche der Protagonisten eigentlich immer zum Programm.
Sa 24.10., 20h30 - ciné sonderbar präsentiert
The Clones of Bruce Lee
Von Joseph Velasco+Nam Gi-nam, Hong Kong/Philippinen 1980, 90 Minuten, English
Noch während die Welt um Bruce Lee trauert, beeilt sich ein Wissenschaftler, drei Klone von ihm zu erschaffen. Mehr oder weniger gezwungenermassen willigt Prof. Lucas ein, diese den Geheimdiensten zur Verfügung zu stellen, die sie auf abenteuerliche Missionen rund um die Welt schicken. Der stachanowistische Joseph Velasco, der für mindestens ein Dutzend Titel dieses Genres verantwortlich ist, erreicht den G-Punkt der Bruceploitation, indem er die doppelgängerischen Lee-Imitatoren Bruce Le, Bruce Lai und Dragon Lee zusammenbringt. Mit seiner verrückten Geschichte, welche Action, Spionage, Science-Fiction verbindet und mit der genau richtigen Dosis Komik und Erotik gewürzt ist, schafft er es mühelos, uns das Undenkbare akzeptieren und vor allem schätzen zu lassen: die Erschaffung des «Bruceleeverse»! (luff.ch)
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